Mittelschule Orth a.d. Donau
Schlossplatz 4
2304 Orth an der Donau
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RENAISSANCE PROJEKT

Auszug aus unserer Schülerzeitung:
TEIL 1: FLIESEN WORKSHOP

Nach langer Planungsphase startete unser Renaissancegarten Projekt am 22.3. mit einem Keramik-Workshop in Oberhausen, im Atelier von Georg Niemann. Voller Vorfreude standen wir am Donnerstag pünktlich nach der 2. Stunde mit unserem 20 Mann-Team an der Bushaltestelle. Wer nicht kam – war der planmäßige Postbus! Wirklich erschütternd war jedoch die Erkenntnis, dass – entgegen aller Fahrpläne – in der nächsten Zeit auch keiner mehr kommen würde... Zum Glück sprang das Unternehmen BUSAM kurzfristig ein und brachte uns zum Schloss Sachsengang. Unternehmen „Fliese“ gerettet! (Noch wussten wir da nicht, dass damit unsere Transportprobleme des Tages nicht unbedingt gelöst waren. Aber das ist eine andere Geschichte...)

Mit etwas Verspätung angekommen, wurden wir von Herrn Niemann herzlich begrüßt und durch sein schönes Atelier, das irgendwann in längst vergangenen Zeiten einmal die Bäckerei des Schlosses war, geführt. Dann gab es erste Anweisungen für unsere bevorstehende Arbeit. Das Abenteuer ging los, mit dem Teilen des riesigen Tonblockes, den wir in 20 Lehmplatten zersägten. Jeder musste sein eigenes Stück abschneiden, dann übertrugen wir unsere Motive von den mitgebrachten Skizzen – Objekte, die mit der Renaissancezeit zu tun haben - auf die Fliesen. Mit dem entsprechenden Werkzeug konnte nun Ton abgetragen und bearbeitet werden - solange, bis die Fliese passte. Herr Niemann stand uns mit Rat und Tat zur Seite und die Arbeit machte total viel Spaß! Am Ende des Vormittags hatte jeder eine Fliese fertig, die jetzt trocknet, bevor sie gebrannt werden kann. Wir waren stolz darauf und sind nun schon total gespannt auf die Endprodukte - und darauf, wo genau unsere Kunstwerke dann ihren Platz finden werden! C.M

Im Rahmen des Keramikworkshops nutztenwir (Mirjam Neumair, Lisa Jank Kathrine Falb, Nadine Lange) die Gelegenheit und führten gleich vorort ein Blitz-Interview mit dem Künstler und Atelierbesitzer. Auf unsere Frage, wie er denn zu seinem Beruf gekommen wäre, antwortete Georg Niemann spontan, dass er zu sich sagte: „Nie mehr Schule“. Aber er wollte nicht immer Keramiker werden, NEIN! Sein Traumberuf war ursprünglich Fotograf. Allerdings konnte er sich auch vorstellen, Schmied oder Glasbläser zu werden... das künstlerische Schaffen stand jedoch bei allen Überlegungen deutlich im Vordergrund. Dadurch, dass auch seine Mutter eine Keramikerin ist, war Herr Niemann mit der Keramikkunst natürlich schon seit seiner Kindheit vertraut. Er absolvierte schließlich 3 Jahre lang eine Keramikerlehre in Hallstadt. Anschließend besuchte er die Meisterklasse für Keramiker an der Kunstgewerbeschule in Graz. Seit 1988 ist er freischaffender Künstler in seinem Atelier im Schloss Sachsengang, Oberhausen. Und seit 1998 unterrichtet er an der HBLA für Künstlerische Berufe in der Herbststraße in Wien. Abseits des Ateliers hat Georg Niemann auch Hobbys, diese wären zum Beispiel Schifahren und Schwimmen, bzw. generell Sport, aber sein eigentliches Hobby ist eben gleichzeitig auch sein Beruf. Die Lieblingsfarbe des Keramikers ist Blau und seine Lieblingsblume ist der Schierling, er findet, dass das Gerede gemein ist, die diese Blume als Unkraut darstellt.

Zum Schluss verriet er uns noch, was für ihn wirklich wichtig ist im Leben, nämlich: „Dass es einem gut geht und dass man das macht, was einem Spaß macht“ Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei Herrn Georg Niemann fürs Interview und den großartigen Workshop mit ihm!

 

 Garten_kom

  Weitere Fotos gibts in der Bildergalerie


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